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Strahlenbelastung - Pilze
Seit dem AKW-Unglück in Tschernobyl ist es bekannt, dass viele Nahrungsmittel durch Strahlenbelastung verseucht, oder zumindest belastet wurden.
Dass Pilze dabei oft in aller Munde waren, und es immer noch sind, liegt daran, dass Waldpilze im Gegensatz zu Pflanzen, die auf kultivierten Böden angebaut werden, wie zum Beispiel Kartoffeln, das Cäsium viel leichter aufnehmen. Das liegt daran, dass die Bodenschichten auf kultivierten Feldern Tonmineralien enthalten, welche das radioaktive Cäsium binden können, was bedeutet, dass somit weniger davon über die Wurzeln in die Pflanze gelangt. Diese Mineralien fehlen den Bodenschichten des Waldes.
Vor allem in Süddeutschland ist auf Grund des vielen Regens nach dem Reaktorunfall die Strahlenbelastund erhöht. Gefährdete Gebiete sind somit der bayrische Wald, der Schwarzwald, aber auch Teile von Österreich.
Doch obwohl der Standort eine große Rolle spielt, ist die Belastung auch von Pilzart zu Pilzart unterschiedlich. Dies liegt an der Anreicherungsmöglichkeiten durch die Myzel des Pilzes.
Zum Beispiel wird bei einem Kilogramm Maronen eine Radioaktivität von 1000 Becquerel gemessen, wären diese beim Parasol nur 20 Becquerel beträgt.
In Deutschland gelten 600 Becquerel pro Kilogramm als Handelsgrenze, Pilze mit einer höheren Strahlenbelastung dürfen weder eingeführt, noch verkauft werden.
Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung rät nicht grundsätzlich vom Verzehr selbst gesammelter Waldpilze ab, wenn sie in üblichen Mengen zu sich genommen und in empfohlener Weise zubereitet werden.
Jedoch sollten die klassischen Risikogruppen, wie Kleinkinder und Schwangere trotzdem auf Waldpilze verzichten und stattdessen auf Pilze aus unbelasteter Zucht zurückgreifen.
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