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Nährwert eines Pilzes
Oft sagt man von Pilzen, dass sie nahezu keinen Nährwert hätten, außer einer Menge Wasser und einige Mineralien und dass sie dem Körper somit nicht sonderlich viel Nutzen bringen würden. Auch die durch den Reaktorunfall in Tschernobyl entstandenen Schwermetalle im Pilz machen es ihm unter der Bevölkerung nicht ganz leicht, gesundheitliche Anerkennung zu finden.
Was natürlich stimmt, ist, dass Pilze zu einem Großteil aus Wasser bestehen. So enthält der Steinpilz 87%, der Champignon 90%, und der frische Pfifferling sogar 91,5% Wasser. Auch an Kohlenhydraten sind sie ziemlich arm, weshalb nicht allzu sättigend sind. Neben den Mineralien, hauptsächlich Kalium und Phosphor, weisen Pilze wichtige Eiweiße und Ballaststoffe auf, die nicht zu unterschätzen sind.
Das Vitamin D, welches der Pilz primär aufweist, kommt in Gemüse nur selten vor und macht den Pilz somit zu einer kleinen Vitamin D – Quelle. Sonst ist der Pilz jedoch relativ vitaminarm.
Selbst der Eiweißgehalt von Pilzen ist höher als der von Gemüse, dessen Eiweißanteil nicht an die bis zu 5% Marke kommt, wie es bei Pilzen vorkommt.
Dass Pilze so schwer zu verdauen sind, liegt wohl am Chitin, welches sie, im Gegensatz zu Pflanzen, als Zellgerüst enthalten.
Pilze sollten deswegen immer frisch verarbeitet werden, da sich ihr Eiweiß sehr schnell zersetzt und dem Magen nicht mehr bekömmlich ist. Manche Sorten werden nach zu langer Aufbewahrung durch die Eiweißzersetzung sogar giftig. Andere, robustere Pilze, wie der Champignon oder einige Zuchtpilze können roh länger aufgewahrt werden ohne dass der menschliche Körper Schaden davon nimmt.
Was allerdings richtig ist, am nährwertarmen Ruf der Pilze, ist, wenn man konservierte Dosenware als Beispiel nimmt. Denn der Vitaminverlust von zum Beispiel Dosenchampignons im Vergleich zu frischer Ware ist enorm. Der Vitamin D – Gehalt, der in 150 Gramm frischen Champignons 60% des Tagesbedarfes deckt, ist in der Dosenware nahezu kein Vitamin D mehr enthalten.
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