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Destruent
Obwohl das Wort Destruent eigentlich „Zerstörer“ heißt, und man vielleicht denken könnte, dass die als solche bezeichneten Pilze Parasiten wären, stimmt das so nicht.
Ganz im Gegenteil sind Destruenten Organismen, unter anderem auch Bakterien oder Würmer, die weder auf einen symbiotischen Partner, noch auf ein Dasein als Parasiten angewiesen sind. Das Wort Destruent ist nämlich mehr als „Zersetzer“, denn als „Zerstörer“ zu verstehen. So können jene Destruentenpilze, die im Waldboden zu finden sind, zum Beispiel komplexe Verbindungen in pflanzlichen Zellwänden, wie das Lignin, spalten und verwerten, ohne dem Lebewesen zu schaden. Denn die Anlaufstellen der Destruenten sind kein lebendes Material, sondern tote Pflanzenreste oder Tierexkremente.
Destruenten sind für ein jedes Ökosystem sehr wichtig, da sie durch ihren Organismus einen Nährstoffausgleich zu den Pflanzen bilden, die ja Fotosynthese betreiben. Diesen produzierten Sauerstoff verwehrtet der Destruent, indem er ihn für die Zersetzung der toten Substanz verbraucht. Hierbei wird an die Umgebung Kohlenstoffdioxid und Mineralien freigegeben.
Oft spricht man deswegen auch von dem Pilz als „Mineralisierer“. So wird das Ökosystem stets mit anorganischen Verbindungen versorgt und abgestorbenes Material wie gefallene Blätter, tote Pflanzen und Tiere oder Tierexkremente ist mit all seiner Restenergie nicht „verschwendet“, sondern weiter verwertbar.
Dieses System ist nur durch die Kombination der Hyphen und der Sporen möglich. Die Hyphen nämlich, durchdringen weitläufig den Waldboden, so dass die das tote Gewebe den Bodens erreichen können, während die Sporen, die sich ja im Fruchtkörper des Pilzes, also über dem Boden, befinden, frisches Material, wie ein totes Insekt oder ein gefallenes Blatt bedecken können.
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